Seniorenbetreuerinnen – Ansprechpartner und Wohnfreundinnen
Wo die notwendige Pflege, die der ältere, nicht selten durch Krankheiten ausgezehrte Mensch nicht mehr leisten kann, nach Möglichkeit festzulegen und zu erbringen ist, sollten auch die Angehörigen wie auch andere notwendige Berufsgruppen mit einbezogen werden. Die Altenpflege, deren Ziel vorwiegend eine stabile Lebensqualität des älteren Menschen ist, besteht also von mehreren Gruppen der Menschen, wie Familienangehörige, ehrenamtlich tätige Hilfsvereine, Nachbarn. Die häusliche Pflege, anders bezeichnet Individualpflege, übernehmen Seniorenbetreuerinnen, meistens Seniorenbetreuerinnen aus Polen. Ein sozialpolitisches Problem ist die, oft illegale, Beschäftigung von ausländischen Haushaltshilfen. Bei den oben erwähnten Betreuerinnen aus Polen ist dies nicht der Fall. Polnische Seniorenbetreuerinnen auf einem legalen und bezahlbaren Wege. Die werden bei einem polnischen Pflegedienst angestellt, angemeldet und versichert und nichts ist illegal und heimlich und hinter vorgehaltener Hand. Niemand, besonders Vermittlungsagenturen, wünscht sich „schwarze Arbeit“ und Angst, dass eines Tages alles wegen unseres „guten“ Nachbarn ans Licht kommt. Am Anfang ist man immer skeptisch, ob man eine fremde Person in eigenes Daheim reinkommen lassen sollte. Doch, wenn die Altenbetreuerinnen nach einer Zeit zu neuen „Wohnfreundinnen“ werden, stellt man fest: „Das hab ich in den kühnsten Träumen nicht zu hoffen gewagt“. Aber das geht doch, das funktioniert und ist möglich. Die Altenpflegerinnen leben im gleichen Haushalt, sind vor Ort, wenn sie benötigt werden, sie arbeiten jedoch nicht rund um die Uhr, obwohl die Nachtpflege nach Bedarf nicht ausgeschlossen wird. Da sie ständig vor Ort zu Hause verweilen, gewinnen Senioren und Seniorinnen an, der immer da ist und das weiß man besonders in der heutigen Zeit zu schätzen.